Was ist Thin Content?
Achtung, jetzt wird es dünn – sehr dünn. Im wahrsten Sinn des Wortes bezieht sich Thin Content auf einen dünnen Inhalt. Dünn in der Hinsicht, keine echten Informationen und damit keinen Mehrwert zu bieten. Es kann sich jedoch auch um Inhalte handeln, die nicht oder nicht vollständig mit den Anfragen der Nutzer korrelieren. Also nicht als passende Antworten zu den gestellten Fragen nützlich sind. Suchmaschinen sind in dieser Hinsicht bestrebt, ihren Nutzern, als den Suchanfragen, relevante Inhalte auszuliefen. Content, der eher wenig Informationen bietet und für die konkrete Anfrage ungeeignet erscheint, wird nicht gerankt.
Die SEO-relevanten Arten von Thin Content
Thin Content kann in Form unterschiedlicher Inhalte auftreten. Im Mittelpunkt steht hierbei der textliche Teil, da dieser traditionsgemäß den dichtesten Informationsgehalt aufweist. Mittlerweile speilen aber auch Medien wie etwa Bilder oder Videos, gerade im Informationsbereich, eine zunehmen wichtigere Rolle. Im Einzelnen verteilt sich Thin Content unter SEO-Gesichtspunkten wir folgt:
1. Wenig Conten: Ein dünner Inhalt in Form seines Umfangs. Manchmal ist mit wenigen Worten alles gesagt aber manchmal und immer öfters sind ein paar mehr Sätze von Vorteil. Für eine umfassende Informationswidergabe sind kurze Inhalte kaum geeignet. Der tatsächliche Umfang hängt natürlich im Einzelfall von der Zielrichtung der Website und dem Informationsbegehren ab.
2. Duplicate Content: Der allseits gefürchtete Duplicated Inhalt, also der doppelte Inhalt, spielt auch hier eine Rolle. Eine Website kann zwar umfangreich mit langen Texten und zahlreichen Medien verteilt auf vielen Seiten erscheinen. Aber am Ende wiederholen sich die Informationen und gleichen sich die Textpassagen. Eine umfangreiche Website kann dann auf wenige Zeilen Text zusammengeschrumpft werden. Nicht was Suchmaschinen als Mehrwert begreifen.
3. KI Texte: Mittlerweile sind KI generierte Text keine Seltenheit mehr und dank kostenfreier Onlinegeneratoren stellen diese auch keine finanzielle Hürde mehr dar. Allerdings gibt es nicht nur Generatoren, die diese Texte erstellen, sondern auch Generatoren auf der gegnerischen Seite, die diese Texte als KI-Texte erkennen. Noch etwas unbestätigt und in der Fachwelt umstritten, sollen Suchmaschinen derartige Texte tatsächlich erkennen und ab einer bestimmten Wahrscheinlichkeitsgrenze als solche indexieren mit der Folge, vom Ranking ausgenommen zu werden. Die Vermutung liegt nahe, derartige Texte als zu allgemein ohne inhaltlichen Mehrwert zu sehen, die keine Relevanz für Nutzer darstellen.
Thin Content und SEO
Vorsicht: Suchmaschinen sind auf der Hut. Mit ständig angepassten Algorithmen reagieren Suchmaschinen recht schnell auf aktuelle Veränderungen und Trends. Dazu gehört auch die Nutzung von Thin Content. Wer in den SERPs gut ranken möchte, muss schon einen qualitativ hochwertigen, nützlich informativen und weitestgehend passgenau individuellen Inhalt anbieten. Wer meint, einen Inhalt zu veröffentlichen, den im Bedarfsfall auch der Nutzer selbst generieren könnte, hat das Nachsehen. Für das SEO hat das ganz konkrete Auswirkungen. Besucher, die erkennbar schlechte Texte, x-beliebige Bilder und Videos mit dreiarmigen Menschen dargeboten bekommen, sind auch schnell wieder weg. Die Nutzererfahrung kommt auf einem Tiefpunkt zum Erliegen, was auch die Suchmaschinen als solches registrieren und zur Rankingberechnung einfließen lassen. Im Glücksfall werden nur einzelne Seiten nicht mehr in Rankings aufgenommen. Wer richtig Pech hat, dem wird die gesamte Domain abgestraft.
Anzeichen für Thin Conten
Einen Thin Content zu erkennen ist dabei eine kleine Wissenschaft für sich. KI Generatoren, die Texte selbst erstellen können im Zweifelsfall auch KI-Texte erkennen. Schließlich gleichen sich die genutzten Satzkonstruktionen und das Vokabular. Ein Generator müsste sich nur die menschlich wirkende Frage stellen: Würde ich den Text auch so oder in dieser Form generieren? Aber Thin Content bezieht sich nicht alleine auf künstlich erstellte Inhalte. Auch menschlich erzeugte Informationen können unter Thin Content fallen. Etwa sehr kurze Textpassagen. Dabei kommt es stets auf den Kontext an. Zwei oder drei Sätze als Antwort zu einer Frage im Bereich FAQ sind schon in Ordnung. Nur sind vier Sätze für eine Dienstleistungsbeschreibung dann doch zu wenig. Damit geht auch der Informationsgehalt ein her. Kurze Inhalte bieten im Regelfall nur wenig Raum für umfassende Informationen. Ein wenig sollten die Formulierung und der Stil allgemein das Unternehmen wiederspiegeln. Wirken die Inhalte nicht authentisch kann das Besucher durchaus irritieren. Ist ein Nutzer dauerhaft irritiert, hat das direkte Auswirkungen auf die UX und etwa die Absprungrate.
Thin Content vermeiden
Die einfachste Lösung: Werden Sie selbst kreativ. Das heißt nicht, dass Sie ganz auf KI-Unterstützung verzichten sollten. Oft kann ein KI-Text nützliche Anregungen liefern, um einfach anzufangen und den geeigneten Zugang zu einem Thema zu finden. Auch lassen sich gewisse Themenschwerpunkte ausmachen, die mit einer eigenen Formulierung angesprochen werden können. Meist bieten KI-Texte den verschreckten Vorteil, aufzuzeigen, wie im Großen und Ganzen gerade der Markt sich präsentiert. Generatoren durchsuchen Inhalte auch von Ihrer Konkurrenz. Werden hier immer wieder die gleichen Kategorien an Informationen gefunden, verwendet dies auch die KI und Sie wissen, welche Informationen etwa Ihre Besucher erwarten. Sie sollten aber nie KI-Texte ungelesen und unverändert auf Ihrer Website platzieren. Denken Sie daran: Auch Ihre Konkurrenz könnte die gleiche Aufgabe an den gleichen Generator stellen und die gleiche Antwort bekommen. Dann liegt ein Fall von Duplicated KI-Content vor. Doppelt negativ!