Wenn der Content dünn wird
ist das SEO ein Problem!
Suchmaschinen lieben den Mehrwert
Bei der Arbeit von Suchmaschinen gilt es vorab einen wesentlichen Aspekt zu verstehen. Suchmaschinen wie Google, Bing & Co. haben einzig und allein die Zufriedenheit ihrer Nutzer im Blick. Also die Zufriedenheit der Suchmaschinenbenutzer. Dieses Ziel wird dadurch erreicht, indem den Nutzern zu ihren Suchanfragen möglichst passende und hilfreiche Inhalte angeboten werden. Ob nun ein individuelles Unternehmen mit der eigenen Website Teil dieses Angebotes ist und gut rankt oder gar indexiert wird, ist den Suchmaschinen eher irrelevant. Von Relevanz werden externe Websites erst, wenn diese hilfreiche Informationen und einen Content mit Mehrwert zu einer entsprechenden Suche bieten. Die Auflistung von externen Suchtreffern in Form von Suchergebnisseiten ist damit mehr Selbstzweck als ein selbstloser Service für Websitebetreiber. Ab wann ein Inhalt als relevanter Mehrwert kategorisiert wird, hängt dabei von der Suchanfrage, der Zielgruppe und dem möglichen Informationsumfang ab. Als Orientierung gilt dabei: Ein informativer Inhalt mit Mehrwert liegt vor, wenn dieser nicht nur oberflächliche Informationen bieten, sondern auch ein Thema tiefergehend abdeckt. Dazu gehören Erklärungen zu den Hintergründen, die Beantwortung typischer Fragen wie im Rahmen eines FAQ und die Verarbeitung abstrakter Informationen in real möglichen Beispielen.
Wie der englische Ausdruck Thin Content es bereits andeutet, handelt es sich um einen dünnen Inhalt. Dünn in der Hinsicht, keine echten Informationen und damit keinen realen Mehrwert zu bieten. Dies kann auch gemessen am Textumfang zutreffen, indem bei einem langen Text die prozentuale Informationsdichte sehr gering ausfällt. Damit kommt es auf die tatsächliche Textlänge nicht an. Lange Texte mit Floskeln und Füllwörter werden entsprechend,als Thin Content kategorisiert. Suchmaschinen erkennen diese niedrigen Qualitätskriterien und lassen dies (negativ) in die Rankingberechnung einfließen.
Bei Thin Content kann es sich jedoch auch um Inhalte handeln, die nicht oder nicht vollständig mit den Anfragen der Nutzer korrelieren. Also nicht als passende Antworten zu den gestellten Fragen nützlich sind. Suchmaschinen sind in dieser Hinsicht bestrebt, ihren Nutzern mit ihren Suchanfragen relevante Inhalte auszuliefen. Content, der eher wenig Informationen bietet und für die konkrete Anfrage ungeeignet erscheint, wird nicht gerankt. Allerdings bedeutet dies, anders als zuvor, nicht zwangsläufig ein schlechtes Ranking an sich. Suchmaschinen ordnen die Informationen neu und indexieren die Inhalte ggf. unter einer anderen Rubrik.
Der Haupttreiber des heutigen Problems mit Thin Content ist KI. Was vor einiger Zeit noch exotisch war, ganze Texte durch einen Generator erstellen zu lassen, entwickelt sich zunehmend zu einem SEO-Problem. Schnell ist ein Text generiert und auf der eigenen Website eingefügt. Doch das kann mittlerweile jeder Websitebetreiber umsetzen. Nicht zuletzt dank kostenloser Onlineagenten. Dabei besteht das Grundproblem bei KI, dass der Informationsgehalt noch nicht bis ins letzte Detail sichergestellt werden kann. Je nach Anbieter und Technik kann die Qualität der Ausgaben schwanken. Auch greifen die Anwendungen auf einen einheitlichen Grundbestand an Informationen zurück. Feine Nuancen in der Informationsanfrage werden dabei nicht immer als solche erkannt und in der Antwort verarbeitet. So kommt es vor, zu unterschiedlichen Aufgabenstellungen, zumeist einen inhaltlich identischen Content generiert zu bekommen. Der Inhalt mag zwar in seiner Ausrichtung stimmen und keine großen Fehler enthalten. Dennoch besteht zumeist die Herausforderung in den Details. Der ausgegebene Informationsgehalt passt nicht zu 100% auf die Anfrage. Wertvolle Details, auf die ein Nutzer gerade Wert legt, können untergehen. Der Inhalt wirkt dadurch zu oberflächig und wird nicht als relevant erachtet. Auf dieser Grundlage kommt es auch vor, dass Textgeneratoren kontinuierlichen den gleichen Sprachstil verwenden. So ist es mittlerweile möglich, mit entsprechenden Tools, Texte auf den KI-Gehalt zu überprüfen. Was auch Suchmaschinen mittlerweile beherrschen. Fällt ein Muster auf, fällt der Content durchs Relevanzraster.
Warum ich Ihr Experte gegen Thin Content bin
Langjährige Contenterfahrung
Durch meine langjährige Tätigkeit im branchenübergreifenden SEO konnte ich mir einen didaktischen Ansatz erarbeiten, welche Inhalte und welcher Umfang zu welchen Informationsanfragen Suchmaschinen präferieren.
Keyword-Expertise
Ki-Texte bieten zwar vielfach einen gewissen Informationsgehalt. Aber um relevant gefunden zu werden, mangelt es an den passenden Keywords. Websiteinhalte sind sprachlich immer an die Zielgruppe anzupassen und die relevanten Keywords zu nutzen.
Wie kann Thin Content verhindert werden?
Keine KI-Texte
KI-Texte sind ein wertvoller Ansatz zur Erstellung von Content. Gerade wenn der Einstieg in ein Thema schwer fällt, bieten generierte Texte einen ersten Überblick, wie ein Inhalt aufgebaut wird und wie ein gelungener Einstieg aussehen könnte. Allerdings sollten derartige Texte nicht unverändert und vor allem nicht ungelesen und damit ungeprüft in die eigene Website kopiert werden. Es scheint zwar bequem zu sein, lange Texte in Sekunden generieren zu können aber enthalten diese auch wirklich die Informationen, die Sie sich vorstellen und die zu Ihrem Unternehmen und dem Angebot passen? Und bedenken Sie auch, derartige Texte sind nicht authentisch. Jeder kann in Sekunden den gleichen Content produzieren. Ihr Wettbewerb aber auch Ihre Kunden. Damit fällt der Mehrwert und Ihr Ranking.
Keine KI-Bilder
Durch den AI-Act sind KI-Bilder mittlerweile als solche zu kennzeichnen. Besucher von Websites haben nun eine bessere Möglichkeit, das Bildmaterial einzuordnen. Wie auch bei KI-Texten gilt hier, dass KI-Bilder nicht pauschal verbannt werden sollen. Gute Bilder mit einem entsprechenden Mehrwert, der zu Ihrem Angebot passt sind natürlich willkommen und stellen einen relevanten Mehrwert dar. Gerade bei Content, der in realen Bildern nur sehr schwer abbildbar ist oder etwa bei Produkten sehr aufwendig durch 3D erstellt werden müsste. Aber auch hier gilt, es sollten keine Standardbilder eingesetzt werden. Wenn KI-Bilder, dann hochwertige mit einer individuellen Aussagekraft.
Keine kurzen Texte
Egal, welches Thema eine Website adressiert. Es gibt eigentlich immer etwas zu sagen, zu erklären und Informationen anzubieten. Der Spruch: In der Kürze liegt die Würze, passt bei SEO eher nicht. Suchmaschinen bevorzugen einen gewissen Mehrwert bei der Informationssuche und präferieren dabei Websites mit Inhalten, die mehr Informationen zu bieten haben als andere. Nicht zu verwechseln mit dem reinen Contentumfang. Dabei geht es gar nicht darum, dass Besucher den gesamten Content bis zum letzten Punkt durchlesen. Es geht darum, von Suchmaschinen als relevant indexiert zu werden. Suchmaschinen bieten zu Suchanfragen gerne Websites mit umfangreichen Informationen an. So steigt die Nutzerzufriedenheit, genau die Information zu finden, die gesucht wurde.
Kein Duplicated Content
Der Duplicated Content ist ein gefährliches Thema, dass ich auch in meinem SEO Glossar behandle. Natürlich sollte es auf einer Website zu keinem doppelten Inhalt kommen. Ist dies ausnahmsweise unumgänglich, so kann ein Canonical Tag zum Einsatz kommen. Was auf der eigenen Website noch in den Griff zu bekommen ist, kann zu einem echten Problem zwischen verschiedenen Websites unterschiedlicher Betreiber werden. Was bei frei formulierten Texten vielleicht noch ein unglücklicher Zufall ist, kann bei KI-Texten zum Standard werden. KI-Texte erfinden die Sprache nicht bei jeder Anfrage neu. So können erhebliche Inhaltsüberschneidungen der Regelfall werden, was zu Duplicated Content auf zahlreichen Websites führt.
Kein "Mache ich später"
Wer kennt es nicht: Den Drang, online zu gehen. Schnell wird dabei ein Content generiert, der für den Anfang erst einmal ausreichend erscheint. Es ist ja später immer noch Zeit, den Content zu verfeinern und mit weiteren Informationen auszugestalten. Doch meist wird daraus nichts mehr und so bleibt ein kurzer Abschnitt einfach stehen. Besucher erwarten aber von Anfang an einen gehaltvollen Content mit Mehrwert. Gerade in der schnellen Digitalwelt, ist der gewünschte Informationsinhalt nur einen Klick entfernt. Wenn eine Website diese Informationen nicht liefert, dann springen Besucher eben zur Konkurrenz. Ein Abwarten, bis der Websitebetreiber Zeit hat, einen passenden Inhalt bereitzustellen, ist nicht mehr angesagt. Entweder der Inhalt passt von Tag 1 an oder es muss mit der Veröffentlichung gewartet werden.
SEO und Keyword Literatur für Ihren Alltag
SEO und Keywords – ein Teilgebiet von Online-Marketing, das nach wir vor für Respekt und ein nervöses Zucken bei vielen Websitebetreibern sorgt. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, ist SEO doch ein weites Themenfeld, das stetigen Veränderungen unterworfen ist. Gerade mit den aktuellen KI-Anwendungen der Suchmaschinen verändert sich derzeit die Suche und das Suchverhalten der Nutzer grundlegend. Fast eine zentrale Revolution wie zur Anfangszeit der ersten Suchmaschinen. Hier als Seitenbetreiber den richtigen Einstieg zu finden, erscheint nicht ganz einfach. Dabei ist das Thema SEO als Fachgebiet nicht mehr allein ein Marketingansatz, der nur Experten und hochpreisigen Agenturen vorbehalten ist. Für Unternehmer, die über eine eigene Website verfügen, gehören Kenntnisse über SEO eigentlich schon zur Grandlagenbildung. Auch wenn die technische Umsetzung am Ende extern vergeben wird, so ist SEO bereits bei der Contentgestaltung als Erfolgsfaktor zu berücksichtigen. Unternehmen behalten dadurch nicht nur die Hoheit über einen authentischen Inhalt, sondern können kostenoptimiert die wesentlichen Kriterien bereits ab Schritt 1 berücksichtigen und aktiv umsetzen.